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Fede e Amor Fede e Amor

Das Wien im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert präsenti erte seine Pracht in Architektur, bildender Kunst, Hof- und Kirchenzeremonie und Musik entsprechend seiner Position als Residenzstadt des Kaisers im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die im Zeitraum dieses musikalischen Projektes regierenden Habsburger Herrscher Leopold I. (1658-1705), Joseph I. (1705-11) und Karl I. (1711-1741) zeigten alle eine besondere Leidenschaft für die Musik, bemühten sie sich doch, die besten Komponisten nach Wien zu locken und komponierten sogar selbst. Das Wiener Repertoire mit Posaunen aus den Jahren 1670- 1770 ist einzigartig in der Musikgeschichte. Obwohl der Einsatz von Posaunen bereits eine lange Tradition in der Kirchenmusik hatte, wurden sie bis dahin fast immer lediglich im Konsort eingesetzt. Das Besondere an der Musik in Österreich im oben erwähnten Zeitraum ist nun die Verwendung von Posaunen als virtuoses Solo-Instrument – und dies zu einer Zeit, als die Posaune in anderen Ländern schon an Popularität verloren hatte. Die meisten Stücke dieser Einspielung sind noch nicht auf CD erschienen – dies ist insbesondere überraschend, da sich Posaunen-Soli, auf die sich unser Augenmerk richtet, in den Werken aller wichtigen Komponisten am Habsburger Hof jener Zeit finden. Bemerkenswert ist die sehr häufige Kombination von Posaune(n) mit einer Altstimme. Dieses Repertoire bietet mit seinen sehr farbenreichen und vielseitigen Besetzungen damit beste Voraussetzungen für das sehr abwechslungsreiche und attraktive Programm dieser CD.



Alex Potter  Countertenor ALEX POTTER ist ein gefragter Interpret für Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, dessen Engagements ihn auf Bühnen in ganz Europa führen. Er arbeitet mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Lars Ulrik Mortensen, Jordi Savall, Frieder Bernius, Philippe Pierlot, Paul Goodwin, Peter Neumann, Roland Wilson, Rudolf Lutz und Stephan MacLeod. Neben zahlreichen Aufführungen von Werken bekannter Komponisten wie Bach und Händel gilt sein besonderes Interesse dem Aufspüren weniger bekannten Repertoires, das er in Konzerten und Einspielungen realisiert. Die musikalische Laufbahn Alex Potters begann bereits als Chorknabe an der Southwark Cathedral in London. Er war Choral Scholar am New College der Universität Oxford und absolvierte zeitgleich ein Studium der Musikwissenschaften. Im Anschluss daran ergänzte er seine Ausbildung im Bereich Alter Musik bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis und zusätzlich bei Evelyn Tubb. Er ist auf zahlreichen CD-Einspielungen zu hören, darunter als Solist in Schütz' Schwanengesang mit Philippe Herreweghe und dem Collegium Vocale Gent, in Händels Joshua mit Peter Neumann und dem Kölner Kammerchor und in Johann Sebastian Bachs Missae Breves mit Orlando Fribourg und La Cetra unter Laurent Gendre. Darüber hinaus hat er zwei eigene Solo-Alben eingespielt – Vox dilecti mei mit Musik von Johann Rosenmüller in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Chelycus (Ramée) und ein Album mit Motetten von Jan Dismas Zelenka mit dem Capriccio Barockorchester (Pan Classics).



Ensemble La Fontaine  Die Musikerinnen und Musiker des ENSEMBLE LA FONTAINE sind durchweg Spezialisten der historischen Aufführungspraxis aus der Schweiz und dem europäischen Ausland. Als international tätige Solisten, Kammermusiker, Orchestermusiker und teilweise auch Dozenten ihres Fachs treffen sie sich zu intensiver Probenarbeit, Aufnahmen und Konzerten. »Zurück zu den Quellen« ist die Losung des Ensembles, mit einer Orientierung an historischen Spielweisen, der Wahl des geeigneten Instrumentariums und der Benutzung von Urtexten – durchaus im Wissen um die Relativität historischer Erkenntnis. Durch die fein differenzierende Artikulation der historischen Streichinstrumente, der engmensurierten Posaunen und des Barockfagotts ergibt sich ein äußerst lebendiges und transparentes Gesamtklangbild. Den Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Musik des Barock und der Klassik. In der Größe flexibel, tritt das Ensemble in kammermusikalischer Besetzung oder auch in erweiterter Form als Kammerorchester auf.

Catherine Motuz, Posaune
Simen Van Mechelen, Posaune
Carles Cristobal, Fagott
Regula Keller, Violine
Fanny Pestalozzi, Violine
Johannes Frisch, Viola
Reto Cuonz, Violoncello
Giuseppe Lo Sardo, Violone
Johannes Strobl, Orgel

1. Johann Joseph Fux (c. 1660-1741) Dal limbo già ti chiama
2. Marc Antonio Ziani (c. 1653-1715) Alma Redemptoris Mater  
3. Johann Joseph Fux  
Sonata a 3  (E 68)
 
4. Antonio Caldara (1670-1736) Così a fiume  
5. Johann Joseph Fux   Sonata a 3. 2 Violini e Trombone  (K 365)  
6. Ignazio Maria Conti (1699-1759)    
Se potesse la mia mente
 
7. František Ignác Tůma    Sonata a 2 violini e 2 Tromboni  
8. Antonio Caldara      Languire, morire  
9. Johann Joseph Fux   
Sonata a 3  (K 379)
 
10. Giuseppe Porsile (1680-1750)   La sovrana eterna mente  
11. Pietro Casati (1684-1745)     Salve Regina  
12. Francesco Bartolomeo Conti (c. 1681-1732) Fuggo d'una in altra selva