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Guillaume COSTELEY, Mignonne allons voir si la Rose Mignonne allons voir si la Rose

Guillaume Costeley wurde in der Normandie geboren, sehr wahrscheinlich 1530 in Pont-Audemer. Er war Organist an der Kathedrale von Évreux und wurde ebenfalls offizieller Hofkomponist von Karl IX. Dieser Status und die Qualität seiner Musik machen ihn zu einem der wichtigsten französischen Meister der ausgehenden Renaissance. Er vernachlässigt niemals die kontrapunktische Schreibweise, die er von seinen großen franko-flämischen Vorgängern ererbt hatte. Darüber hinaus führt ihn seine schöpferische Phantasie auf bis dahin unbegangene Wege. Obgleich er auch Organist und Kirchenmusiker war, ist er heute vor allem für seine weltlichen Kompositionen bekannt – vor allem durch das symbolträchtige Mignonne allons voir si la rose auf einen Text von Pierre de Ronsard. Guillaume Costeley ist Autor einer großen Anzahl von Chansons zu vier und fünf Stimmen, wovon einige deskriptiv (La prise du Havre), ernst oder moralisierend sind, andere rustikaler Natur oder manchmal rundweg schlüpfrig (Grosse garce noire et tendre). Unsere Einspielung schöpft aus diesem abwechslungsreichen Repertoire, um ein klingendes Portrait dieses großen Meisters der Vokalmusik zu zeichnen.



Ludus Modalis  LUDUS MODALIS ist ein professionelles Ensemble von fünf bis zwölf Sängern und Sängerinnen, die sich um den Tenor Bruno Boterf versammelt haben. Es widmet sich hauptsächlich dem polyphonen Repertoire der Renaissance und des beginnenden Barock mit einigen Ausflügen in die zeitgenössische Musik. Abgesehen von der Abwesenheit eines Dirigenten im traditionellen Sinne sind der besondere Charakter und die typische Klangfarbe des Ensembles das Ergebnis einer intensiven Arbeit an den Parametern der A-capella-Polyphonie: der Erarbeitung einer Stimmung welche die Klarheit der natürlichen Intervalle hervorhebt, der besonderen Beachtung der Deklamation des Textes und seiner genauen historischen Aussprache sowie der klanglichen Vielfalt durch den Einsatz verschiedenster Timbres und Stimmfarben und einem subtilen Zusammenspiel von Frauen-, Männerund auch Kinderstimmen. Ludus Modalis war Gast bei wichtigen Festivals und Veranstaltungsreihen in mehreren Ländern Europas und in Kanada.

Nathalie Marec, Annie Dufresne, Superius
Sophie Toussaine, Jean-Christophe Clair, Altus
Bruno Boterf, Reinoud Van Mechelen, Tenor
François Fauché, Bass
Freddy Eichelberger, Cembalo

http://www.ludusmodalis.com


Bruno Boterf  Nach dem Studium der Musikwissenschaft wendete BRUNO BOTERF sich dem Gesang zu und war sehr bald an der Seite der besten Dirigenten zu hören, mit Kantaten und Oratorien von Bach und Händel sowie sakralen Werken von Monteverdi, Cavalli, Mozart und Rossini. Gleichzeitig ließ er sich bei Anne-MarieDeschamps und Marcel Pérès in die Geheimnisse der mittelalterlichen Musik einweihen und beschäftigte sich in der Groupe Vocal de France mit zeitgenössischer Musik. So war er in mehreren Uraufführungen mit den Ensembles 2e2m und Itinéraire zu hören. Er trat in zahlreichen Opernproduktionen unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire, William Christie, Marc Minkowski, Hervé Niquet und anderen auf. Fasziniert von der Musik der Renaissance und des Frühbarock beschäftigt sich Bruno Boterf mit dem Repertoire des Seicento, wobei er mit den Ensembles Akadêmia, Les Witches, William Byrd und La Fenice oder im Duo mit Gilles Ragon als A doi tenori zusammenarbeitet. Er vernachlässigt darüber keineswegs das französische Repertoire, innerhalb dessen er eine besondere Vorliebe für das Air de Cour aus dem Ende des 16. Jahrhunderts hegt. Bruno Boterf lehrte am Conservatoire in Tours, wo er Mitbegründer einer Klasse für die Interpretation von Vokalmusik der Renaissance war. Er unterrichtet regelmäßig Historischen Gesang an den Konservatorien von Paris, Lyon und Lüttich, sowie in Meisterklassen für Renaissance-Polyphonie. Diese pädogogische Arbeit sowie seine über zwanzigjährige intensive Mitarbeit an den Projekten des Ensembles Clément Janequin (bis 2007) führte ihn zur Gründung des Ensembles Ludus Modalis. Bruno Boterf hat zahlreiche CDs für Harmonia-Mundi, Alpha, Ricercar, l'Empreinte digitale, Erato, CBS, Auvidis und in jüngerer Vergangenheit mit Ludus Modalis für Ramée eingespielt.


1. Mignonne, allon voir si la Roze
2. Chassons ennuy  
3. La terre les eaux va buvant  
4. Je plains le temps  
5. Esprit doux de bonne nature  
6. Dialogue de l'homme et son coeur  
7. J'ayme mon Dieu  
8. Las je n'eusse jamais pensé  
9. Prise du Havre  
10. Puisque la loy  
11. Perrette disoit Jehan  
12. Muses chantez  
13. Las je n'yray plus  
14. Sus debout, gentils Pasteurs  
15. Seigneur Dieu, ta pitié  
16. Allez mes premieres amours  
17. Quand le Berger  
18. Quand l'ennuy facheux vous prend  
19. Le plus grand bien  
20. Grosse Garce noire et tendre  
21. Bouche qui n'as point de semblable  
22. Du clair soleil  
23. Allons au vert boccage  
24. Fantasie sur orgue ou espinette  
25. Venez dancer au son de ma musette  
26. Toutes les nuitz  
27. Sy c'est un grief tourment