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Jean-Marie LECLAIR, Violin Concertos Jean-Marie Leclair, Violin Concertos


Luis Otavio Santos  LUIS OTAVIO SANTOS wurde in Brasilien geboren und erhielt schon früh Musikunterricht, zunächst auf dem Klavier, dann auch auf der Violine. Sein Interesse für die Barockmusik führte ihn 1990 in die Niederlande, wo er am Königlichen Konservatorium in Den Haag Barockvioline bei Sigiswald Kuijken und Cembalo bei Jacques Ogg studierte. Seit 1992 zählt er zu den führenden Mitgliedern des Barockorchesters La Petite Bande, dessen Konzertmeister und Solist er heute ist. Mit diesem Ensemble spielte er zahlreiche CDs ein und gab Konzerte in Europa, China, Japan, Australien und Südamerika. Er arbeitet ebenfalls mit anderen renommierten Alte-Musik-Ensembles wie dem Ricercar Consort (Philippe Pierlot) und Le Concert Français (Pierre Hantaï) zusammen. 1999 nahm er für das niederländische Label Brilliant die Sonaten für Violine und Cembalo von Johann Sebastian Bach auf. 2005 wurde er für seine Einspielung der Sonaten von Jean-Marie Leclair beim Label Ramée mit dem Diapason d'Or ausgezeichnet. Von 1997 bis 2001 lehrte Luis Otavio Santos Barockvioline an der Scuola di Musica di Fiesole in Italien, von 1998 bis 2005 war er Assistent von Sigiswald Kuijken am Königlichen Konservatorium in Brüssel. In seiner Heimatstadt leitet er das jährliche Festival Internacional de Musica Colonial Brasiliera e Musica Antiga de Juiz de Fora, welches inzwischen schon zum 23. Mal stattfand und einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Weitergabe der Alten Musik Südamerikas leistet. Seine Aufnahmen brasilianischer Kolonialmusik erhielten den IPHAN-Preis des brasilianischen Ministeriums für Kultur, der für die Bewahrung des brasilianischen Erbes und seiner kulturellen Vergangenheit vergeben wird. Zur Zeit leitet er die Abteilung für Alte Musik an der Musikhochschule in São Paulo (EMESP) in Brasilien, wo er auch Barockvioline unterrichtet. Er ist Doktor der Musik an der Universität von Campinas (UNICAMP) und wird regelmäßig als Dirigent ür Opern als auch für symphonisches Repertoire.


les Muffatti  Das Barockorchester LES MUFFATTI entstand aus dem Bestreben einiger junger Brüsseler Musiker, einen professionellen Rahmen zu finden, in dem der Freude am Spiel, der inhaltlichen Vertiefung und der handwerklichen Genauigkeit gleichermaßen Raum gegeben wird. Ihr Enthusiasmus und Idealismus fanden die perfekte Ergänzung in der Person von Peter Van Heyghen, der 2004 die künstlerische Leitung des Orchesters übernahm. Seitdem konzertieren sie gemeinsam in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Italien und Portugal. Sie waren zu Gast auf einschlägigen Festivals wie dem Musica Antiqua Festival Brügge, dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem Festival Musica Sacra Maastricht oder den Tagen Alter Musik in Regensburg. Seit 2007 sind sie Ensemble in residence am Augustinus Musikzentrum (AMUZ) in Antwerpen und seit 2010 am Kulturzentrum De Bogaard in Sint-Truiden. Der Name des Ensembles verweist auf den kosmopolitischen Komponisten Georg Muffat (1653-1704), der eine Schlüsselfigur bei der Entstehung des Orchesters darstellt und als einer der ersten die großen Unterschiede in der Aufführungspraxis französischer und italienischer Musik detailliert aufgezeigt hat. Das bestimmende Element in Interpretation und Aufführungspraxis von Les Muffatti ist das ständige Streben nach vollendeter Beherrschung einer musikalischen Gestik, die gänzlich auf dem Prinzip der Theatralität – einem zentralen Wesenszug der barocken Kunst – beruht. Das Ensemble ist davon überzeugt, dass diese auf Affektenlehre und Rhetorik gegründete Sprache der Gestik und Theatralität nicht nur eine Besonderheit barocker Ästhetik ist, sondern einen universellen Charakter besitzt. Durch eingehende Stilkenntnis, die Beherrschung angepasster Spieltechniken und die sorgfältige Wahl geeigneter Instrumente gelingt es Les Muffatti immer wieder, den heutigen Hörer zu unterhalten, zu rühren und zu überzeugen.

Peter Van Heyghen, Leitung
Dmitry Badiarov, Marie Haag, Catherine Meeùs, Marcin Lasia, Laurent Hulsbosch, Madoka Nakamaru, Violinen
Wendy Ruymen, Julie Vermeulen, Violas
Marian Minnen, Corentin Dellicour, Violoncelli
Benoît Vanden Bemden, Kontrabass
Kris Verhelst, Cembalo

www.lesmuffatti.be


Die musikalischen Aktivitäten des belgischen Spezialisten für Alte Musik PETER VAN HEYGHEN sind vielseitig. Als Blockflötist tritt er sowohl solistisch als auch mit dem Kammermusikensemble More Maiorum und dem Blockflötenconsort Mezzaluna auf – beides Ensembles, die er selbst mitbegründet hat. Als Dirigent und künstlerischer Leiter arbeitet er vor allem mit dem Barockorchester Les Muffatti. Außerdem dirigiert er regelmäßig die Barockorchester der Königlichen Konservatorien in Brüssel und Den Haag. Gelegentlich nimmt er auch Einladungen zur Leitung von Orchestern an, wie z. B. Les Agrémens, das Wroclaw Philharmonia Baroque Orchestra oder den Deutschen Händelsolisten. Bis vor kurzem war auch als Sänger aktiv, spezialisiert auf Renaissance-Repertoire. Er hat mit Ensembles wie Capilla Flamenca und Weser-Renaissance zusammengearbeitet und war vier Jahre lang Co-Direktor des Vokalensembles Cappella Pratensis. Er ist ebenfalls als Musikwissenschaftler tätig und hat zahlreiche richtungsweisende Artikel zu Geschichte und Aufführungspraxis der Blockflöte publiziert. Er lehrt historische Aufführungspraxis (Renaissance und Barock) an den Königlichen Konservatorien in Brüssel und Den Haag. Zudem gibt er regelmäßig Meisterkurse, Workshops und Gastvorlesungen an Konservatorien und Universitäten im In- und Ausland. In jüngerer Zeit ist Peter Van Heyghen als Wissenschaftler, Lehrer und Dirigent zunehmend auf dem Gebiet der Barockoper aktiv. Hier arbeitet er eng mit der belgischen Choreographin und Regisseurin Sigrid T'Hooft zusammen. Seit 2003 leiten sie unter anderem gemeinsam die jährliche Opernwerkstatt der Händel-Akademie in Karlsruhe. 2009/2010 übernahmen die beiden die künstlerische Leitung für die Produktion der Händel-Oper Radamisto, welche am Badischen Staatstheater Karlsruhe außerordentliche Erfolge feierte.


Concerto V
1. Vivace  
2. Largo – Adagio  
3. Allegro assai  
   
Concerto II  
4. Adagio  
5. Allegro ma non troppo  
6. Adagio  
7. Allegro  
   
Concerto IV  
8. Allegro moderato  
9. Adagio  
10. Allegro  
   
Concerto I  
11. Allegro  
12. Aria Gratioso  
13. Vivace  
   
Concerto VI  
14. Allegro ma non presto  
15. Aria Grazioso non troppo adagio  
16. Giga Allegro