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Au Joly Bois Au Joly Bois

Heute, da Tausende Aufnahmen von der glorreichen Geschichte der Querflöte zeugen, sei es als Solo-, Kammer- oder Orchesterinstrument, ja sogar als wunderbares Jazzinstrument, kann man sich nur schwer vorstellen, dass die Quer -bzw. Traversflöte nicht schon seit jeher als selbstständiges Instrument wahrgenommen wurde und ein eigenes Repertoire besaß. Genau genommen gab es bis zum frühen 18. Jahrhundert überhaupt kein »Flötenrepertoire« im eigentlichen Sinne. Bis dahin galt die Flöte einfach als eines der »instruments bas«, der vorrangig für alle Arten von häuslicher Musik geeigneten »leisen« Instrumente. Tatsächlich stellte die Vokalpolyphonie den größten Teil des Repertoires der Instrumentalisten, denn es war ihre bescheidene Bestimmung, die menschliche Stimme nachzuahmen, das einzige von Gott geschaffene Instrument. Die Instrumentalmusik sollte noch lange im Schatten der Vokalmusik verharren. Eine Besonderheit allerdings, die bereits in der Musik des 16. Jahrhunderts erkennen lässt, welche Rolle die Instrumente in der Zukunft spielen sollten, ist die Praxis des Improvisierens von virtuosen Verzierungen (sogenannten Diminutionen) auf eine einzelne Melodiestimme eines polyphonen Vokalstückes, während die restlichen Stimmen von der Laute übernommen werden. Die perfekte Balance zwischen den gleichberechtigten Stimmen ist verloren, dafür erhebt sich kraftvoll eine wunderbar ausgearbeitete Melodie. Die Laute unterstützt das Ganze mit einer Harmonik, die voller Lebendigkeit und rhythmischer Komplexität ist.



Kate Clark   KATE CLARK wurde in Sydney geboren und studierte an der Universität ihrer Heimatstadt moderne und Barockflöte. Sie setzte ihre Studien für Barock- und Renaissanceflöten bei Barthold Kuijken und Anne Smith am Königlichen Konservatorium in Den H1993 gewann sie den Internationalen Wettbewerb für Alte Musik in Brügge. Kate Clark hat an zahlreichen Konzerten und Aufnahmen als Solist und Ensemblemitglied in Europa und den Vereinigten Staten mitgewirkt, so z.B. mit Cantus Cölln, Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, Rheinische Kantorei, Les Musiciens du Louvre, The Amsterdam Baroque Orchestra und The Orchestra of the Eighteenth Century. Seit sie in Europa lebt, wurde sie regelmäßig zu Gastspielen nach Australien als Solist mit dem Australian Brandenburg Orchestra, dem Australian Chamber Orchestra, und mit Ensemble Battistin in Perth eingeladen. Zahlreichen Kammermusikaufnahmen erfolgten mit dem Flötisten Wilbert Hazelzet, dem Lautenisten Nigel North, dem Ensemble of the Classic Era (Geoffrey Lancaister), Musica Ad Rhenum (Jed Wens), Musica Amphion (Pieter-Jan Belder), Ensemble Battistin (Paul Wright) und Apollo Ensemble (David Rabinovich). Als eine führende Spezialisten auf dem Gebiet der Renaissanceflöte ist Kate Clark von Cantus Cölln für mehrere Aufnahmen von Geistlichen Konzerten des 17. Jahrhunderts eingeladen worden, und gibt Vorlesungen und Meisterklassen für das Instrument und Europa, USA, Israel und Australien. Sie ist Autorin eines Handbuches über das Spiel der Renaissanceflöte, welches 2012 veröffentlicht werden soll. 1998 war sie Mitbegründerin des Attaignant Consort, welches in das Repertoire des 16. Jahrhunders für Flötenkonsort, Laute und Harfe spezialisiert ist. 2012 wird das Ensemble mit seiner dritten CD eine Anthologie der Flötenmusik des 16.-18. Jahrhunderts vollenden. Kate Clark ist ebenfalls Mitbegründerin des romantischen Bläserensembles Osmosis. Seit 1996 unterrichtet sie historische Flöten am Königlichen Konservatorium in Den Haag.


Nigel North   NIGEL NORTH wurde in London geboren. Nachdem sein Interesse für Musik zunächst im Alter von sieben Jahren durch die 60er-Jahre-Popband The Shadows geweckt wurde, erkundete er mit der Geige und der Gitarre die klassische Musik, bevor er schließlich mit 15 Jahren mit der Laute seine endgültige Bestimmung fand. Das Lautenspiel brachte er sich im Wesentlichen selbst bei, seitdem hat er über 30 Jahre lang eine einzigartige musikalische Karriere verfolgt, die die Tätigkeiten als Lehrer, Begleiter, Solist, Leiter und Autor umfasst. Zusammen mit Andrew Manze (Violine) und John Toll (Cembalo und Orgel) gründete Nigel North das Ensemble Romanesca, mit dem er die Kammermusik des 17. Jahrhunderts in Konzerte und Aufnahmen, für welche er verschiedene internationale Auszeichnungen erhielt. Nigel North ist ebenfalls ein begeisterter Lehrer. Über 20 Jahre war er Professor für Laute an der Guildhall School of Music and Drama in London, 1993-1999 an der Hochschule der Künste in Berlin, 2005-2007 am Royal Conservatory in Den Haag, und seit Januar 1999 ist er Professor für Laute am Early Music Institute an der Indiana University in Bloomington. Er veröffentlichte ein Basso-continuo-Lehrbuch (Faber, 1987), das seine Arbeit und seine Begeisterung auf diesem Gebiet dokumentiert. Neben der Lehrtätigkeit liegen seine musikalischen Hauptinteressen in der Begleitung von Sängern, dem Solo-Lautenrepertoire des elisabethanischen England sowie in der spätbarocken deutschen Musik von Bach und Weiss. Seine Aufnahmen umfassen eine 4-CD-Box Bach on the Lute (Linn Records) und vier CDs mit Lautenmusik von John Dowland (Naxos). Jüngere Aufnahmeprojekte waren Robert Dowlands A Musical Banquet mit der Sopranistin Monika Mauch (ECM, 2008), Lautenlieder mit dem Tenor Charles Daniels (ATMA, 2007) und die Lautenmusik von Robert Johnson (Naxos, 2010).

Claudin de Sermisy (1490-1562) 1. Au joly bois
Jacques Arcadelt (c.1507-1568) 2. O Felichi occhi miei
Francesco da Milano (1497-1543) 3. 3 Fantasias
Claudin de Sermisy 4. Tant que vivray  
Tielman Susato (1510-1570) 5. Les miens aussi
Francesco da Milano 6. Ricercare  
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) 7. Pulchra es amica mea
Philip van Wilder (c. 1500-1554) 8. Dumpe
Giovanni Bassano (1558-1617) 9. Ricercata Terza
Giulio Caccini (1551-1618) 10. Sfogave con le stelle
Girolamo Frescobaldi (1583-1642) 11. Canzona quarta per soprano e basso
     
Joachim Thibaut de Courville (c. 1535-1581) 12. Si je languis d’un martire incogneu
Pierre Guédron (1563-1621) 13. Si jamais mon ame blessée  
Constantijn Huygens (1596-1687) 14. Que ferons-nous
     
Robert de Visée (1655-1732) 15. Prélude
Jacques-Martin Hotteterre (1674-1763) 16. Rochers, je ne veux point  
Robert de Visée 17. Entrée des Espagnols de Mr. de Lully
Jacques-Martin Hotteterre 18. L'autre jour ma Cloris
Robert de Visée 19. Logistille de Mr. de Lully  
Jacques-Martin Hotteterre 20. Vous qui faites votre modelle  
     
Jacques-Martin Hotteterre    
Première Suitte 21. Prélude
(Premier Livre de pieces pour la Flûte traversiere
22. Allemande La Royalle
et autres instruments avec la basse) 23. Rondeau Le Duc d'Orleans  
  24. Sarabande La d'Armagnac
  25. Gigue La Folichon