RAMÉE KATALOG NÄCHSTE VERÖFFENTLICHUNGEN PRESSE LINKS KONTAKT

I dilettosi fiori I dilettosi fiori

Ein Großteil der auf dieser CD vorgestellten Musik des ausgehenden 14. Jahrhunderts stammt aus den zwei bedeutendsten überlieferten Quellen für dieses Repertoire: den Codices von Faenza und London. Während die monophone und polyphone Instrumentalmusik des Spätmittelalters in früheren Aufnahmen meist durch Gruppierungen verschiedenster Instrumente dargeboten wurde, demonstriert die vorliegende Aufnahme, dass es nicht mehr als einen einzigen überzeugenden Interpreten braucht, um diese exquisite Musik zu neuem Leben zu erwecken. Corina Marti macht sich auf die »Suche nach den entzückenden Blumen« (Jacopo da Bologna), die in jenen zwei verschiedenen Welten der spätmittelalterlichen Musik, der polyphonen und der monophonen, verborgen liegen. Dabei bringt sie es in ihrem Solo-Debutalbum zu einer bemerkenswerten Vielfalt, indem sie den Klang verschiedener Blockflöten (inklusive der Doppelflöte) dem eines Clavisimbalums (der Rekonstruktion einer Frühform des Cembalos) gegenüberstellt.



Corina Marti  CORINA MARTI studierte zunächst Barock- und Renaissance-Flöten sowie Cembalo an der Musikakademie Luzern. Die Liebe zur Musik des Mittelalters und der frühen Renaissance führte sie an die Schola Cantorum Basiliensis, wo sie ihre Studien bei Pierre Hamon und Kathrin Bopp mit dem Diplom abschloss. Corina Marti wird regelmäßig zu Konzerten, Aufnahmen und Meisterkursen von spätmittelalterlicher und Renaissance- Musik in Europa und Israel eingeladen. Seit dem Jahr 2003 ist sie als Dozentin für Flöten und Tasteninstrumente des Mittelalters an der Schola Cantorum Basiliensis tätig. Ihre Darbietungen sowie ihre Forschungsarbeit über Geschichte und Bauweise dieser Instrumente haben entscheidend zu deren Wiederbelebung unter Musikern beigetragen. Sowohl als Solistin als auch mit Kammermusikensembles und Orchestern wie Hesperion XXI und La Capella Reial de Cataluña (Jordi Savall) widmet sie sich ferner dem Repertoire der Renaissance, des Barock und der Gegenwart. Mit dem Ensemble La Morra, dessen künsterlische Ko-Leiterin sie ist, hat Corina Marti mehrere CDs mit Musik des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts aufgenommen, die von der Presse hochgelobt wurden (u.a. für das Label Ricercar das Gesamtwerk Johannes Ciconias, das in Frankreich den Diapason d'Or erhielt). Weiterhin sind eine Einspielung mit Musik für Tasten- und gezupfte Saiteninstrumente des 15. und frühen 16. Jahrhunderts (Von edler Art, Ramée, 2008, mit Michal Gondko, Lauten) sowie Aufnahmen von Lombardischer Musik des 17. Jahrhunderts, von Musik des jüdisch-italienischen Komponisten Salomone Rossi (1570 – ca. 1630), von Johann Sebastian Bachs Flötensonaten, sowie der Flötenkonzerte Francesco Mancinis erschienen.


1. Don Paolo da Firenze Era Venus
2. Anonymous Aquila altera
(after Jacopo da Bologna, Aquila altera/ Creatura gentil/ Uccel di Dio)    
3. Anonymous Indescort
(after Anonymous, En discort)    
4. Gherardello da Firenze Per non far lietto
5. Anonymous [untitled piece]
     
6. Anonymous Ghaetta
7. Anonymous Non na elso amante
(after Jacopo da Bologna, Non al suo amante)    
     
8. Anonymous Saltarello
9. Anonymous La dolçe sere  
(after Bartolino da Padova, La douce cere)    
10. Anonymous [Un fior gentil]  
(after Antonio Zachara da Teramo, Un fior gentil)    
     
11. Anonymous Chominciamento di gioia  
     
12. Anonymous [Rosetta]  
(after Antonio Zachara da Teramo, Rosetta che non canbi may colore)    
13. Anonymous [Ave maris stella]  
(after Gregorian hymn)    
14. Anonymous [untitled piece]  
     
15. Guillaume de Machaut Quant je suis mis au retour
16. Anonymous In perial sedendo
(after Bartolino da Padova, Imperiale sedendo)    
17. Guillaume de Machaut Puis que ma dolour  
18. Anonymous Che pena questa  
(after Francesco Landini, Che pena é quest' al cor)    
     
19. Anonymous Saltarello