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Hommages Hommages

Die Hommage zeigt sich in der Musik in vielerlei Facetten: Dankbarkeit einem Mäzen gegenüber, persönlicher Gruß an einen Freund oder Bekannten, Anerkennung des Talents eines Kollegen oder Errichtung eines musikalischen Grabmals (Tombeau) im Gedenken an einen Meister oder ein geliebtes Wesen. Die Ehrung eines verstorbenen Musikers durch ein Tombeau hatte zur Zeit Marin Marais' schon eine lange Tradition. Zunächst waren die Tombeaux instrumentale Transkriptionen der Klagegesänge des Mittelalters und der Renaissance und wurden in der Mitte des 17. Jahrhunderts für die Laute, dann für das Cembalo mit Louis Couperin und Jean-Henri d'Anglebert, und schließlich für die Viola da gamba mit Sainte-Colombes weiter entwickelt. Die Tombeaux von Marin Marais gehören zu den originellsten und ausdrucksstärksten Zeugnissen dieser Gattung für die Viola da gamba. Die letzten Beispiele dieser Tradition sind das Tombeau pour Marais le Cadet, von Marin Marais (1725) und das Tombeau de Marais le Père, von Charles Dollé (1737). Ein Programm voller Verehrung, Grandeur und Trauer.



Mieneke van der Velden   MIENEKE VAN DER VELDEN studierte Viola da gamba bei Wieland Kuijken am Königlichen Konservatorium in Den Haag und schloss ihre Studien 1988 mit dem Solistendiplom ab. Sie ist eine der meistgefragten Gambistinnen in Nord-Europa und erhält neben vielen Verpflichtungen im kammermusikalischen Bereich regelmäßig Einladungen als Solistin vom Amsterdam Baroque Orchestra (Ton Koopman), Concerto Vocale (René Jacobs), Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe), von der Niederländischen Bach Vereinigung und von Cantus Cölln (Konrad Junghänel). Ihr Repertoire umfasst französische Werke und die großen Solo- Arien der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs, sowie das englische Repertoire des 17. Jahrhunderts für Bassgambe und Lyra-Viol bis hin zu zeitgenössischen Werken. Die Gambistin hat bislang drei CDs für Channel Classics eingespielt und, zusammen mit ihrem Ensemble L'Armonia Sonora, drei weitere für Ramée, die von der Kritik vielbeachtet wurden. Mieneke van der Velden ist Professorin für Viola da Gamba am Sweelinck- Konservatorium in Amsterdam sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

www.mienekevandervelden.com



GLEN WILSON studierte zunächst an der Juilliard School bei Albert Fuller. Anschließend zog er nach Holland, um sich von Gustav Leonhardt ausbilden zu lassen. Nach seinem Solisten-Diplom begann er eine ausgedehnte Karriere als Solist und Kammermusiker, sowie als Dozent am Konservatorium Utrecht und ab 1988 als Professor für Historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik in Würzburg. Er wird regelmäßig zu internationalen Meisterkursen eingeladen. Auf Cembalo, Hammerflügel, Clavichord und Orgel hat Glen Wilson in über dreißig Ländern konzertiert. Als Duopartner musizierte er mit Gustav Leonhardt, Emma Kirkby, Wieland Kuijken, Michael Chance, Alice Harnoncourt und Mieneke van der Velden. Neben zahlreichen Radioprogrammen und vielen Kammermusik- und Lied-Aufnahmen hat er sieben Solo-CDs für »Das Alte Werk« (Teldec) eingespielt, darunter ein hochgelobtes Wohltemperiertes Klavier, sowie weitere zwölf für Naxos, wovon die Aufnahmen von Werken Louis Couperins und Dietrich Buxtehudes zur »Top-Selection« des Penguin-CD-Führers gewählt wurden. Sein Debut als Dirigent gab Glen Wilson 1990 mit Monteverdi's Ritorno di Ulisse in Patria an der Niederländischen Oper.


Jean-Henri d'Anglebert (1635-1691)  
1. Prélude en do majeur
   
Marin Marais (1656-1728)  
Suite en do majeur  
2. Prélude
3. Allemande. Double  
4. Sarabande
5. Menuet I & II
6. Chaconne
   
Charles Dollé (1710-1755)  
7. Tombeau de Marais le Père  
 
Jean-Henri d'Anglebert  
8. Prélude en do majeur
   
Antoine Forqueray (1671-1745)  
Deuxième suite en sol majeur  
9. La Dubreüil
10. La Leclair  
11. La Buisson. Chaconne  
   
Marin Marais  
12. Tombeau pour Mr. de Lully  
   
Marin Marais  
Suite en mi majeur  
13. Prélude
14. Chaconne
15. Tombeau pour Mr. de Ste. Colombe
   
Anonyme  
16. Prélude en sol majeur  
   
Antoine Forqueray  
Cinquième suite en do mineur  
17. La Rameau
18. La Léon. Sarabande
19. La Montigni