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Claude LE JEUNE, Dix Pseaumes de David Claude Le Jeune, Dix Pseaumes de David

Als die Zehn Psalmen Davids 1564 in Paris erschienen, war Claude Le Jeune noch ein junger Musiker von etwa 30 Jahren, von dem man nur einige Chansons kannte, die in zwei Sammeldrucken erschienen waren. Diese erste eigenständige Publikation weist ihn ausdrücklich als hugenottischen Komponisten aus, ihre durchgehende Vierstimmigkeit, überwiegende Homorhythmik und freier Wechsel zwischen kurzen und langen Silben sind eindeutig der Tradition des protestantischen Psalms zuzuordnen. Doch in vielen Passagen sprengen rhythmischer Reichtum und überbordendes kontrapunktisches Spiel diesen Rahmen: hier dienen die rhythmischen Werte der Illustration bestimmter Wörter und Gedanken. Das gleiche könnte man von vielen auf- oder absteigenden Intervallen, melodischen Wendungen oder polyphonen Wendungen sagen. Dem aufmerksamen Hörer erschließen sich die beständigen Wortmalereien, mit denen diese Psalmen geschmückt sind. Obwohl ein Jugendwerk Claude Le Jeunes, berühren die Zehn Psalmen durch ihre Tiefe und Aufrichtigkeit und beeindrucken durch die Meisterschaft ihres Schöpfers. Im Einsatz von Modi und Rhythmus zeichnen sich hier ganz klar einige wesentliche Züge ab, die seine reifen Meisterwerke kennzeichnen.

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Ludus Modalis  LUDUS MODALIS ist ein professionelles Ensemble von fünf bis zwölf Sängern und Sängerinnen, die sich um den Tenor Bruno Boterf versammelt haben. Es widmet sich hauptsächlich dem polyphonen Repertoire der Renaissance und des beginnenden Barock mit einigen Ausflügen in die zeitgenössische Musik. Abgesehen von der Abwesenheit eines Dirigenten im traditionellen Sinne sind der besondere Charakter und die typische Klangfarbe des Ensembles das Ergebnis einer intensiven Arbeit an den Parametern der A-capella-Polyphonie: der Erarbeitung einer Stimmung welche die Klarheit der natürlichen Intervalle hervorhebt, der besonderen Beachtung der Deklamation des Textes und seiner genauen historischen Aussprache sowie der klanglichen Vielfalt durch den Einsatz verschiedenster Timbres und Stimmfarben und einem subtilen Zusammenspiel von Frauen-, Männerund auch Kinderstimmen. Ludus Modalis war Gast bei wichtigen Festivals und Veranstaltungsreihen in mehreren Ländern Europas und in Kanada.

Nathalie Marec, Annie Dufresne, Sopran
Jean-Christophe Clair, Altus
Bruno Boterf, Vincent Bouchot, Tenor
François Fauché, Jean-Michel Durang, Bass
Yannick Varlet, Orgel und Cembalo

http://www.ludusmodalis.com


Bruno Boterf  Nach dem Studium der Musikwissenschaft wendete BRUNO BOTERF sich dem Gesang zu und war sehr bald an der Seite der besten Dirigenten zu hören, mit Kantaten und Oratorien von Bach und Händel sowie sakralen Werken von Monteverdi, Cavalli, Mozart und Rossini. Gleichzeitig ließ er sich bei Anne-MarieDeschamps und Marcel Pérès in die Geheimnisse der mittelalterlichen Musik einweihen und beschäftigte sich in der Groupe Vocal de France mit zeitgenössischer Musik. So war er in mehreren Uraufführungen mit den Ensembles 2e2m und Itinéraire zu hören. Er trat in zahlreichen Opernproduktionen unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire, William Christie, Marc Minkowski, Hervé Niquet und anderen auf. Fasziniert von der Musik der Renaissance und des Frühbarock beschäftigt sich Bruno Boterf mit dem Repertoire des Seicento, wobei er mit den Ensembles Akadêmia, Les Witches, William Byrd und La Fenice oder im Duo mit Gilles Ragon als A doi tenori zusammenarbeitet. Er vernachlässigt darüber keineswegs das französische Repertoire, innerhalb dessen er eine besondere Vorliebe für das Air de Cour aus dem Ende des 16. Jahrhunderts hegt. Bruno Boterf lehrte am Conservatoire in Tours, wo er Mitbegründer einer Klasse für die Interpretation von Vokalmusik der Renaissance war. Er unterrichtet regelmäßig Historischen Gesang an den Konservatorien von Paris, Lyon und Lüttich, sowie in Meisterklassen für Renaissance-Polyphonie. Diese pädogogische Arbeit sowie seine über zwanzigjährige intensive Mitarbeit an den Projekten des Ensembles Clément Janequin (bis 2007) führte ihn zur Gründung des Ensembles Ludus Modalis. Bruno Boterf hat zahlreiche CDs für Harmonia-Mundi, Alpha, Ricercar, l'Empreinte digitale, Erato, CBS, Auvidis und in jüngerer Vergangenheit mit Ludus Modalis für Ramée eingespielt.


1. Pseaume 96
2. Pseaume 102
3. Pseaume 135
4. Pseaume 88
5. Pseaume 57
6. Pseaume 98
7. Pseaume 149
8. Pseaume 95
9. Pseaume 97
10. Pseaume 81