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Johann Sebastian BACH, Cello Suites Johann Sebastian Bach, Cello Suites

Für welches Instrument genau schrieb eigentlich Bach seine Cello-Suiten – für Violoncello, Violoncello piccolo, oder für Viola pomposa? Bilder, Abhandlungen und etwa 40 überlieferte Instrumente zeigen, dass frühe Violoncelli in verschiedenen Größen gemacht wurden, die von den Abmessungen einer großen Bratsche bis hin zu denen eines modernen Violoncellos gehen konnten. Das moderne Cello wird gewöhnlich zwischen den Beinen gehalten, wie eine Viola da gamba. Im 17. Jahrhundert war das nicht die einzige Spielhaltung, insbesondere nicht für kleinere Instrumente. Bach besaß mehrere Violoncello piccolos sowohl mit vier als auch mit fünf Saiten. Diese waren von Johann Christian Hoffmann, einem Mitbürger Bachs in Leipzig, gebaut. Die historischen Dokumente deuten darauf hin, dass die angemessene Cellogröße für Bachs Suiten die der Hoffmann-Instrumente ist, und dass, wenn man es auf dem Arm (»da spalla«) wie eine Geige spielt, die Anzahl der Lagenwechsel den Durchschnitt für Barockmusik nicht übersteigt. Ein Geiger kann relativ schnell die Greiftechnik erlernen, die jener auf der Geige sehr ähnlich ist. Während nichts über Johann Sebastian Bach als Gamben- oder Violonespieler bekannt ist, weiß man, dass er ein exzellenter Geiger und Bratscher war. Wir können davon ausgehen, dass Bach selbst der erste Ausführende dieser zwei großartigen Solo-Zyklen war.



Dmitry Badiarov   DMITRY BADIAROV wurde in Russland geboren und hat in Sankt_Petersburg und Brüssel gelebt und gearbeitet. Er bekam ersten Violinunterricht im Alter von acht Jahren bei Semyon Ziskind. Nach seinem Studium am Konservatorium von St. Petersburg bei Mark Kommisarov und Oleg Shoulpiakov vervollkommnete er sich am Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Sigiswald Kuijken (Barockvioline) und Peter Van Heyghen (Historische Aufführungspraxis). Seit 1995 wirkte er als Geiger u.a. bei Il Fondamento, Mito dell’Arco Quartet, Den Haag Baroque, Bach Collegium Japan, Les Boreades, I Carissimi, Il Gardellino und Les Talens Liriques und war reguläres Mitglied von La Petite Bande (1995-2006) und Ricercar Consort (2002-2006). Als aktiver Protagonist des Violoncello da spalla trat er seit der Rekonstruktion des Instruments im Jahre 2004 als Solist in Japan, den Niederlanden und in Mexiko auf. Die Karriere Dmitry Badiarovs ist eine Symbiose von Geigenspiel und Geigenbau, inspiriert durch das Beispiel der ersten Geiger und einiger der beachtenswerten italienischen Geigenmacher und -spieler wie Pietro Guarneri aus Mantua. Er begann bereits im Alter von fünf Jahren zu schnitzen und bekam Unterricht bei den Geigenmachern Vladimir Oiberman ab dem 11. und bei Vladimir Yakimenko in St.Petersburg ab dem 19. Lebensjahr. Im Jahre 1997 nahm er an einem fünfmonatigen Meisterkurs für modernen Geigenbau bei Luca Primon an der Geigenbauschule in Mailand teil. Durch die Zusammenführung von Geigenbau und Historischer Aufführungspraxis entwickelte er seine eigene Philosophie und seinen persönlich Stil des Instrumentenbaus auf der Basis historischer Dokumentation und der ästhetischen Prinzipien des Barock. Zwischen 2000 und 2010 baute er ca. 65 Instrumente, darunter einen Satz frühbarocker deutscher da braccio–Instrumente für La Petite Bande, ein knappes Dutzend Violoncellos da spalla für Musiker wie Sigiswald Kuijken und Ryo Terakado, und Dutzende Barockgeigen für Solisten und Mitglieder von Barockensembles aus Europa, Mexiko, den USA und Korea. Von 2007 bis 2009 war er Gastlehrer an der Tokyo National University of Fine Arts and Music und unterrichtete Historisch informierten Geigenbau an einer Geigenbauschule in Tokio.

http://dmitrybadiarov.com


CD 1 CD 2
Suite I in G major BWV 1007   Suite IV in E flat major BWV 1010  
1. Prélude   1. Prélude
  2. Allemande 2. Allemande
3. Courante   3. Courante
  4. Sarabande   4. Sarabande
  5. Menuet I, Menuet II   5. Bourrée I, Bourrée II
  6. Gigue   6. Gigue
         
Suite II in D minor BWV 1008   Suite V in C minor BWV 1011  
  7. Prélude 7. Prélude
8. Allemande 8. Allemande
  9. Courante   9. Courante
  10. Sarabande   10. Sarabande
  11. Menuet I, Menuet II   11. Gavotte I, Gavotte II
  12. Gigue   12. Gigue
           
Suite III in C major BWV 1009   Suite VI in D major BWV 1012  
  13. Prélude 13. Prélude
14. Allemande 14. Allemande
  15. Courante   15. Courante
  16. Sarabande   16. Sarabande
  17. Bourrée I, Bourrée II   17. Gavotte I, Gavotte II
  18. Gigue   18. Gigue