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Johann Sebastian Bach, Jesu, meine Freude Johann Sebastian Bach, Jesu, meine Freude

Als Mozart im Jahre 1789 auf seiner Reise von Wien nach Berlin in Leipzig Halt machte, wohnte er einer Aufführung der Bach-Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" (BWV 225) durch den Thomanerchor unter Leitung des damaligen Kantors Johann Friedrich Doles bei. Einer der Chorknaben, Friedrich Rochlitz, wurde später Musikwissenschaftler und berichtete 1798 in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung, welche musikalische Offenbarung Mozart in jenem Moment widerfuhr: "Kaum hatte der Chor einige Takte gesungen, so stutzte Mozart (…), da rief er : Was ist das? – und nun schien seine ganze Seel in seinen Ohren zu seyn. Als der Gesang geendigt war, rief er voll Freude: Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen läßt! (…) Zeigen Sie her! – Mann hatte aber keine Partitur dieser Gesänge; er ließ sich also die ausgeschriebenen Stimmen geben – und nun war es für den stillen Beobachter eine Freude zu sehen, wie eifrig sich Mozart setzte, die Stimmen um sich herum, in beide Hände, auf die Kniee, auf die nächsten Stühle vertheilte, und, alles andere vergessend, nicht eher aufstand, bis er alles, was von Sebastian Bach da war, durchgesehen hatte."



Sette Voci  Das 2001 gegründete Vokalsolistenensemble SETTE VOCI besteht aus Sängerinnen und Sängern verschiedener europäischer Länder (Niederlande, England, Schweiz, Deutschland, Tschechien und Lettland). Alle Mitglieder – unter ihnen die Ersten Preisträger des XIII. und XIV. Bach-Wettbewerbs Leipzig 2002 und 2004 – treten regelmäßig als Solisten in Europa und Übersee auf und verfügen darüber hinaus über eine reichhaltige Ensembleerfahrung. Unter der Leitung des renommierten niederländischen Baritons Peter Kooij erarbeitet Sette Voci selten aufgeführte Werke der Renaissance und des Barockzeitalters. Das Ensemble war bereits bei zahlreichen bedeutenden Festivals im In- und Ausland zu Gast, so etwa bei den Resonanzen Wien, dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem Internationaal Orgelfestival Haarlem, der Brixner Initiative Musik und Kirche, den Karlsruher Orgeltagen und dem Kirchheimer Konzertwinter.

Peter Kooij, Leitung
Hana Blažíková, Zsuzsi Tóth, Sopran
Damien Guillon, Robin Blaze, Alt
Satoshi Misukoshi, Chris Watson, Tenor
Dominik Wörner, Jelle Draijer, Bass
Jan Jansen, Masato Suzuki, Orgel
Armin Bereuter, Violone


Peter Kooij  PETER KOOIJ sang bereits im Alter von sechs Jahren im Chor seines Vaters und war als Knabensopran schon an zahlreichen Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen beteiligt. Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam, wo er sein Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bald in die bedeutendsten Musikzentren und auf die wichtigsten Bühnen der Welt, wo er unter der Leitung von Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington, Iwan Fisher und anderen sang. Neben sämtlichen vokalen Werken Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke der Epoche von Heinrich Schütz bis hin zu Anton Webern und wird durch mehr als 150 CD-Produktionen dokumentiert. Vom Label BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen. 1999 gründete er das Kammerorchester De Profundis, dessen Anliegen es ist, Sänger in historisch informierter Aufführungspraxis zu begleiten. 2001 rief er das Vokalensemble Sette Voci ins Leben, als dessen Dirigent er immer wieder spannende Programme mit Musik der Renaissance und des Barock gestaltet. Seit 2002 ist er Bassist des Solistenquartetts Tanto Canto, in dem er zusammen mit Monika Frimmer, Christa Bonhoff und Dantes Diwiak die Literatur des Barock und der Romantik pflegt. Von 1991 bis 2000 hatte Peter Kooij eine Professur für Gesang am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam inne, von 1995 bis 1998 einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover. Seit 2000 lehrt er als Gastdozent an der Tokyo University of Fine Arts and Music und 2005 wurde er als Professur für Gesang an das Koninklijk Conservatorium in Den Haag berufen. Daneben wird er immer wieder für Meisterkurse in Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan eingeladen.


1. Komm, Jesu, komm, BWV 229
   
2. Der Geist hilft unser Schwachheit auf, BWV 226
   
3. Jesu, meine Freude, BWV 227
   
4. Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV 225
   
5. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, BWV Anh. 159
   
6. Fürchte dich nicht, ich bin bei dir, BWV 228
   
7. Lobet den Herrn, alle Heiden, BWV 230