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Harmoniae Sacrae Harmoniae Sacrae

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) war ein Schauspiel blutiger Auseinandersetzungen im Namen der Religion, in dessen Folge Grausamkeiten, Hungersnöte und Epidemien nicht nur zerstörerische sondern vor allem zutiefst demoralisierende Auswirkungen hatten. Was blieb den Menschen noch an Zuversicht, wenn sie nur noch die Hoffnung auf einen Seelenfrieden im Jenseits hatten?
Die vorliegende Einspielung präsentiert zweifellos einige der ergreifendsten Vertonungen des 17. Jahrhunderts von Bußpsalmen und biblischen Texten. Den Hörer überrascht an dieser Musik einerseits vor allem die emotionale Tiefe, verbunden mit Demut, Kummer und Angst, und andererseits die Vehemenz deren musikalischen Umsetzung. Die geistliche Musik im 17. Jahrhundert hatte sich nicht selbst zu genügen, sondern sollte die Gemüter der Gläubigen bewegen und dadurch für das Wort Gottes und für die Botschaft Jesu öffnen.


L'Armonia Sonora  Das Ensemble L'ARMONIA SONORA wurde 2004 von Mieneke van der Velden speziell zur Aufführung von Kantaten mit Vokal-Solisten gegründet. Seine Mitglieder sind namhafte Musiker aus dem Alte-Musik-Bereich, die alle Professuren in den Niederlanden und im Ausland bekleiden. Die Besetzung des Ensembles variiert je nach den Anforderungen eines speziellen Werks oder auch nur einer besonderen Arie, von einer Continuo-Gruppe bis hin zu Streichern und Bläsern reichend. L'Armonia Sonora musiziert mit renommierten Solisten wie dem Bass Peter Kooij oder den Countertenören Derek Lee Ragin und Robin Blaze. Bei Ramée sind zwei CDs von L'Armonia Sonora erschienen, die beide das Lob der Facpresse gefunden haben: De profundis clamavi, mit Geistlichen Konzerten unter Mitwirkung von Peter Kooij, und da Gamba, mit Sonaten von Johann Sebastian Bach für Viola da gamba in verschiedenen Arrangements.

François Fernandez, Sayuri Yamagata, Violine
Kaori Uemura, Ricardo Rodriguez Miranda, Viola da gamba
Peter Rikkers, Violone
Leo van Doeselaar, Orgel


Hana Blazikova  HANA BLAZIKOVA wurde in Prag geboren und erhielt ihr Diplom am dortigen Konservatorium im Jahre 2002 in der Klasse von Jirí Kotouc. Sie vervollkommnete ihre Ausbildung anschließend bei Poppy Holden, Peter Kooij, Monika Mauch und Howard Crook. Sie hat sich auf die Interpretation von Musik des Barock, der Renaissance und des Mittelalters spezialisiert und tritt mit namhaften Ensembles wie Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe), Bach Collegium Japan (Masaaki Suzuki), Sette Voci (Peter Kooij), Gli Angeli Genève (Stephan MacLeod), Collegium 1704 (Václav Luks), Collegium Marianum, Capella Regia (Robert Hugo) und Musica Florea überall auf der Welt auf. Hana Blazíková spielt Gotische Harfe und gibt Konzerte, bei denen sie sich selbst auf diesem Instrument begleitet.

Peter Kooij  PETER KOOIJ trat in den bedeutendsten Musikzentren der Welt auf, wo er unter der Leitung von Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington, Iván Fischer und anderen sang. Neben dem vokalen Oeuvre Bachs umfasst sein Repertoire Werke von Heinrich Schütz bis Anton Webern und wird durch mehr als 150 CD-Produktionen dokumentiert. Von BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen. 1999 gründete er das Kammerorchester De Profundis, das sich zum Ziel gesetzt hat, Sänger im Hinblick auf die historische Aufführungspraxis adäquat zu begleiten. 2001 rief er das Vokalensemble Sette Voci ins Leben, als dessen Dirigent er immer wieder spannende Programme mit Musik der Renaissance und des Barock gestaltet. Seit 2002 ist Peter Kooij auch Mitglied des Solistenquartetts Tanto Canto, in dem er schwerpunktmäßig die Literatur des Barock und der Romantik pflegt. Von 1991 bis 2000 war Peter Kooij Professor für Gesang am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam und von 1995 bis 1998 Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Seit 2000 ist er als Gastdozent an der Tokyo University of Fine Arts and Music und seit 2005 als Professor für Gesang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag tätig. Daneben wird er immer wieder für Meisterkurse in Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan eingeladen.

L'Armonia Sonora  MIENEKE VAN DER VELDEN studierte Viola da gamba bei Wieland Kuijken am Königlichen Konservatorium in Den Haag und schloss ihre Studien 1988 mit dem Solistendiplom ab. Sie ist eine der meistgefragten Gambistinnen in Nord-Europa und erhält neben vielen Verpflichtungen im kammermusikalischen Bereich regelmäßig Einladungen als Solistin vom Amsterdam Baroque Orchestra (Ton Koopman), Concerto Vocale (René Jacobs), Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe), von der Niederländischen Bach-Vereinigung (Jos van Veldhoven) und von Cantus Cölln (Konrad Junghänel). Ihr Repertoire umfasst französische Werke und die großen Solo-Arien der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs ebenso sowie das englische Repertoire des 17. Jahrhunderts für Bassgambe und Lyra-Viol bis hin zu zeitgenössischen Werken. Die Gambistin hat bislang drei CDs für Channel Classics eingespielt und zwei mit ihrem Ensemble L'Armonia Sonora für Ramée, die alle von der Kritik vielbeachtet wurden. Mieneke van der Velden ist Professorin für Viola da Gamba am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

www.peterkooij.de
www.mienekevandervelden.com


1. Franz TUNDER An Wasserflüssen Babylon
 
2. Johann Valentin MEDER Gott hilf mir
 
3. Matthias WECKMANN Wie bist du denn, O Gott, in Zorn auf mich entbrannt
 
4. Heinrich Ignaz Franz VON BIBER Sonata IV (Fidicinium sacro-profanum)
 
5. Christoph BERNHARD Sie haben meinen Herrn hinweggenommen
 
6. Johann Valentin MEDER Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
 
7. Benedictus BUNS
  (Benedictus a Sancto Josepho)
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